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Dank für segensreiches Wirken

Im Kolping-Bezirksvorstand des Bezirks Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach ging fast eine Ära zu Ende.

Über 40 Jahre war Msgr. Walter Waldschütz als Bezirkspräses in der Bezirksvorstandschaft des Kolping-Bezirksverbandes Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach tätig. Bei den Neuwahlen in der Bezirksversammlung im November 2025 stand er nun leider nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung. Ganz vom Geist Adolph Kolpings durchdrungen, hatte er in den zurückliegenden Jahren vieles im Bezirk bewegt und konnte dabei auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen, hatte er zuvor doch selber verschiedene Ämter bei Kolping inne: So war er in jungen Jahren Kolpingvorsitzender der Kolpingfamilie Waldram, die er eigentlich hätte auflösen sollen, die aber mit ihm einen neuen Aufschwung nahm. Sodann bekleidete er ab 1973 das Amt des Bezirksleiters für den Bereich „Junge Erwachsene“ und von 1976 bis 1981 das Amt des Bezirksvorsitzenden. Parallel dazu war er von 1975 bis 1982 auch Diözesanleiter der Kolpingjugend, wobei er mit anderen zusammen ein Kursleiterkonzept entwickelt und mit Gruppenleitergrund- und Aufbaukursen für Jugendliche ab 16 Jahren sowie mit Orientierungskursen ab 14 Jahren begonnen hat

Nach seiner Diakonatsweihe war er dann schließlich ab 1982 Bezirkspräses bis zur letzten Bezirksversammlung, was nur für 3 Jahre unterbrochen wurde während des Pastoralkurses und seiner Kaplanszeit in Ruhpolding.

Auf Msgr. Walter Waldschütz geht das Bezirkszeltlager der Kolpingjugend zurück, dass er 1979 gegründet hat und das es heute noch gibt. Genauso auch die Jugendfreizeit der Kolpingjugend im Sommer, zunächst in Cesuna, dann in Arta Terme, die er selbst immer noch mitorganisiert und an der er dieses Jahr zum 44. Mal teilgenommen hat. Weil er selbst für Kolping brennt, hat er es geschafft, sage und schreibe sieben Kolpingfamilien im Bezirk zu gründen. Zum Scherz wurde schon gesagt, er müsste noch eine Pfarrei übernehmen, in der es noch keine Kolpingfamilie gibt, damit er dort eine gründet. Ihm war immer wichtig, die Säulen des Kolpingwerks im Blick zu haben und im Sinne Adolph Kolpings in den Bereichen Glaube und Kirche, Ehe und Familie, Arbeit und Beruf, Politik und Gesellschaft Bildungsveranstaltungen zu organisieren und die Stimme zu erheben. Er veranstaltete für den Bezirk sogar politische Bildungsfahrten nach Brüssel, Straßburg und Berlin. Mit Msgr. Waldschütz gab es nicht nur die jährliche Bezirksbergmesse auf dem Wallberg sowie die  jährliche Bezirksmaiandacht und Bezirkswallfahrt an wechselnden Orten im Bezirk. Er organisierte auch mehrere Wallfahrten nach Assisi und Rom. Das immer, um gemeinsam im Glauben unterwegs zu sein und auch um Gemeinschaft zu erfahren. Auch die Partnerschaft zwischen dem Kolping-Bezirksverband Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach und dem Kolping-Regionalverband Misiones in Argentinien ist wesentlich ihm zu verdanken. Dort gibt es in der Stadt Puerto Rico auch das Kinderdorf Hogar Jesús Niño, das von der dortigen Kolpingfamilie getragen und seit 34 Jahren zum Großteil von der Pfarrer Walter Waldschütz-Stiftung finanziell und ideell unterstützt wird.

„Wer Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfande geben.“ So sagte Adolph Kolping selbst einmal und ist auch an Msgr. Walter Waldschütz abzulesen. Zum Dank für sein jahrzehntelanges, unerrmüdliches und segensreiches Wirken für Kolping in der Bezirksvorstandschaft wurde Msgr. Walter Waldschütz deshalb bei der letzten Bezirksversammlung zum Bezirksehrenpräses ernannt. Elisabeth Aust, Mitglied im neuen Leitungsteam der Bezirksvorstandschaft, überreichte ihm mit Worten des Dankes die Urkunde zum Ehrenpräses und eine von ihr selbst angefertigte Kolping-Kerze.

Auch der langjährige Kolping-Bezirksvorsitzende Franz Josef Späth stand nicht mehr zur Wahl. Zwanzig Jahre stand er mit viel Herzblut dem Kolping-Bezirk Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach vor.

Auch er hatte bereits seit seiner Jugend verschiedene Ämter bei Kolping bekleidet. So hat er mit 16 Jahren von 1991 ab für vier Jahre eine Kolping-Jugendgruppe in Holzkirchen geleitet. Von 1991 ab bis heute ist er auch Teil der Sommerfreizeit der Kolpingjugend im Bezirk, die zuerst in Cesuna beheimatet war und seit 2003 in Arta Terme stattfindet. In den 31 Freizeiten war er anfangs als Teilnehmer dabei. Ab 1995 hat er als Gruppenleiter mitgewirkt und seit 2003 arbeitet er im Organisations- und Freizeitleitungsteam mit und hat immer wieder mal auch die Gesamtleitung und Letztverantwortung inne.

Außerdem war Franz Späth von 1997 bis 2014 Mitglied im Vorstand der Kolpingsfamilie Holzkirchen, dabei ab 1997 als Leiter der Kolpingjugend, später als stv. Vorsitzender und von 2010 bis 2014 schließlich als Vorsitzender. Auch auf Bezirksebene war er ab 2001 zunächst stv. Vorsitzender, bis er im Jahr 2006 schließlich zum Vorsitzenden des Kolping-Bezirksverbandes Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach gewählt wurde.

In der Bezirksvorstandschaft wurde immer seine kompetente, angenehme sowie zielführende und integrierende Leitung geschätzt. Immer wieder hat er  Impulse im Sinne Adolph Kolpings und entlang den Leitlinien des Kolpingwerkes gesetzt und das, was an Vorschlägen kam, gewürdigt und versucht, es für die Bezirksarbeit fruchtbar werden zu lassen.

Etwas, was ihn besonders ausgezeichnet hat, war, dass er der erste Freiwillige war, der 1995 durch Walter Waldschütz, dem damaligen Pfarrer von Holzkirchen, in die Provinz Misiones in Argentinien kam und dort für 17 Monate einen Freiwilligendienst als „Anderen Dienst im Ausland“ gemacht hat. Nach ihm haben im Laufe der Jahre an die 200 Freiwillige diesen Missionarischen Dienst auf Zeit geleistet, die er mit Msgr. Waldschütz und anderen vorbereitet und begleitet hat. Da die Freiwilligen häufig in Projekten der Kolpingfamilien vor Ort eingesetzt waren und Pfarrer Walter Waldschütz und Franz Späth lange Zeit jährlich zur Zwischenauswertung dieses Dienstes nach Argentinien kamen, ergab sich ein enger Kontakt zu den Kolpingverantwortlichen vor Ort. Durch ihre Anwesenheit und den Austausch unterstützten sie den Aufbau von Kolpingfamilien in der Provinz Misiones. Darum hat neben Msgr. Walter Waldschütz auch Franz Späth ganz wesentlichen Anteil an der Gründung der Partnerschaft zwischen dem Kolping-Bezirksverband Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach und dem Kolping-Regionalverband in Misiones.

Öfter haben die beiden mit anderen schon Bildungs- und Begegnungsreisen dorthin organisiert und durchgeführt, umso die Partnerschaft zu festigen und zu vertiefen.

Auch für Franz Späth gilt wie Adolph Kolping sagt: „Wir können viel, wenn wir nur nachhaltig wollen. Wir können Großes, wenn tüchtige Kräfte sich vereinen.“

So wurde bei der Bezirksversammlung Franz Späth für seinen fast 20-jährigen Einsatz als Bezirksvorsitzender zum Ehrenvorsitzenden des Kolping-Bezirksverbandes Bad Tölz–Wolfratshausen–Miesbach ernannt und bekam zum Dank von Elisabeth Aust ebenfalls eine Ehrenurkunde sowie eine handgefertigte Kolping-Kerze überreicht.

Über die Jahre haben die beiden also durch ihren segensreichen Einsatz so vieles geprägt und bewirkt. Beiden wurde auch von Seiten des Kolping-Diözesanvorstands durch Barbara Purschke für das langjährige Engagement im Kolping-Bezirk herzlich gedankt.

Möge der Geist Adolph Kolpings nun weiterwirken in der neugewählten Vorstandschaft.

Maria Thanbichler, geistliche Leiterin im Bezirksverband Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach.

Bezirksversammlung am 14. November 2025

Neuwahlen und Verabschiedungen beim Kolping Bezirksverband Bad Tölz–Wolfratshausen–Miesbach

Mitte November fand, diesmal im kath. Pfarrheim Miesbach, turnusmäßig die jährlich stattfindende Mitgliederversammlung des Kolping Bezirksverbandes Bad Tölz–Wolfratshausen–Miesbach statt.

Der Bezirksvorsitzende Franz Josef Späth wie auch verschiedene Altersgruppenleiter und Beauftragte legten am Beginn der Versammlung ihren Jahres- und Tätigkeitsbericht ab und erzählten über verschiedene vom und für den Bezirksverband durchgeführte Aktionen und Veranstaltungen und deren Verlauf. Natürlich durfte auch der Kassenbericht für das Geschäftsjahr 2025 nicht fehlen.

Auch Barbara Purschke, Vertreterin des Kolping Diözesanverbandes München und Freising war unter den Versammlungsteilnehmer und überbrachte dann auch im Laufe des Abends Grußworte des Diözesanverbandes.

Außerdem standen in diesem Jahr Neuwahlen der gesamten Vorstandschaft auf dem Programm.

Die neue Bezirksvorstandschaft besteht nun aus einem Leitungsteam, in das Elisabeth Aust (bisher stellv. Bezirksvorsitzende), Michael Wagner und Karin Wandinger (bisher stellv. Bezirksvorsitzende), gewählt wurden.
Zudem wurde das Amt des Bezirkspräses neu besetzt durch Pater Bimo Ari Wibowo. Der bisherige Bezirksvizepräses Franz Mertens wurde in seinem Amt bestätigt und wieder gewählt.

Wiedergewählt wurden auch Gerhard Schaffer (Kassier), Maria Thanbichler (Geistliche Leitung), Dr. Matthias Hackl (Beauftragter „Eine Welt & Völkerverständigung“), Gert Kalthoff (Beauftragter „Kultur & Freizeit“), Stephan Janning (Beauftragter „Öffentlichkeitsarbeit“), Margret Lukas (Beauftragte „Ehe & Familie“), Peter Hinterseher (Beauftragter „Schöpfung & Umwelt“), Peter Brandt (Beauftragter „Politische Bildung“).

Neu ins Team und als Verstärkung der Bezirksvorstandschaft wurden Michael Wagner (Leitungsteam), Cilly Wasensteiner (Beauftrage „Seniorenarbeit“), Beate Kunz (Beauftragte „Erwachsenenbildung“) sowie Roland Umlauft (Schriftführer) und Sebastian Gruber (Beauftragter „Inklusion“) gewählt.

v.l.n.r (vorne): Peter Brandt, Cilly Wasensteiner, Johanna Weichlein, Pater Bimo Ari Wibowo, Beate Kunz, Elisabeth Aust, Michael Wagner, Maria Thanbichler
v.l.n.r (hinten): Dominik Szarowski, Dr. Matthias Hackl, Gert Kalthoff, Stephan Janning, Karin Wandinger, Franz Mertens, Margret Lukas, Peter Hinterseher, Gerhard Schaffer
nicht auf dem Bild: Roland Umlauft (Schriftführer), Sebastian Gruber (Beauftragter „Inklusion“)

Bei dieser Bezirksversammlung ging fast eine Ära zu Ende. Nach über 40 Jahren Tätigkeit und Engagement in der Bezirksvorstandschaft als Bezirkspräses kandidierte Msgr. GR Pfarrer Walter Waldschütz nicht mehr für dieses Amt. Ganz vom Geist Adolph Kolpings durchdrungen, hat er in den zurückliegenden Jahren so vieles im Bezirk bewegt, was in der Kürze gar nicht aufzuzählen ist. Weil er selbst für Kolping brennt, hat er in vielen den Kolpinggedanken eingepflanzt und weitergetragen, vor allem, weil er dabei auch immer den Menschen in den Mittelpunkt gestellt hat und sich selbst ganz hineingegeben hat.

„Wer Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfande geben.“ So sagte Adolph Kolping selbst einmal.

Zum Dank für seinen jahrzehntelangen, unermüdlichen und fruchtbringenden Einsatz für Kolping in der Bezirksvorstandschaft wurde er in der Bezirksversammlung zum Bezirksehrenpräses ernannt. Elisabeth Aust überreichte ihm mit Worten des Dankes die Urkunde zum Ehrenpräses und eine von ihr selbst angefertigte Kolping-Kerze.

Auch der langjährige Kolping Bezirksvorsitzende Franz Josef Späth stand nicht mehr zur Wahl. Zwanzig Jahre stand er dem Kolping Bezirk Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach vor. Auch er hat in dieser Zeit sehr viel bewirkt und bewegt. In der Bezirksvorstandschaft wurde seine kompetente, angenehme sowie zielführende und integrierende Leitung geschätzt.  Auch hat er das, was an Vorschlägen kam, gewürdigt und versucht, es für die Bezirksarbeit fruchtbar werden zu lassen, und auch selbst neue Impulse gesetzt. 

Auch für Franz Späth gilt wie Adolph Kolping sagt: „Wir können viel, wenn wir nur nachhaltig wollen. Wir können Großes, wenn tüchtige Kräfte sich vereinen.“

So wurde er für seinen 20-jährigen Einsatz als Bezirksvorsitzender zum Ehrenvorsitzenden des Kolping-Bezirksverbandes Bad Tölz–Wolfratshausen–Miesbach ernannt und bekam zum Dank von Elisabeth Aust ebenfalls eine Ehrenurkunde sowie eine handgefertigte Kolping-Kerze überreicht.

Auch von Seiten des Kolping-Diözesanvorstands wurde beiden durch Barbara Purschke für das langjährige Engagement für Kolping im Bezirk gedankt.

Wie auch in den vergangenen Jahren kann der Kolping Bezirksverband mit dem Vorstandsteam zuversichtlich in die Zukunft gehen, vor allem auch mit dem Wissen, dass viele engagierte Kolpingmitglieder in den 15 Kolpingsfamilien des Bezirksverbandes sind, die anpacken, Ideen haben, kreativ sind und das Programm ihrer eigenen Kolpingsfamilie und damit auch den Bezirksverband mit Leben füllen. Das neue Jahresprogramm 2026 ist bereits fertig und gut gefüllt mit unterschiedlichsten Veranstaltungen und Aktionen!

Text: Karin Wandinger und teilweise Maria Thanbichler

Familienfreizeit Arta Terme 2. bis 6. November 2025

Gelungene Familienfreizeit

In den Allerheiligenferien fand wieder die Familienfreizeit vom Kolping Bezirksverband Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach in der Villa Belvedere in Arta Terme statt. Dieses Mal stand sie im Anklang an das Heilige Jahr unter dem Thema „Kleines Senfkorn Hoffnung“. Pastoralreferentin Maria Thanbichler aus Tegernsee und Beate Kunz von der Kolpingfamilie Leitzachtal hatten sich dazu vieles ausgedacht. Zusammen mit den Teilnehmern näherten sie sich in vielfältiger Weise dem Motto an. Zum einen thematisch, wobei der Bogen von der eigenen kleinen Welt bis hin zum Weltgeschehen gespannt und gemeinsam überlegt wurde, was einem einerseits Hoffnung nimmt und zum anderen Hoffnung gibt. Natürlich wurde auch gebastelt. So durfte jeder zum Thema „Hoffnung“ ein Windlicht in Serviettentechnik gestalten, das zu den Morgen- und Abendlöbern jeweils angezündet wurde. Darüber hinaus wurden Hoffnungsengel zum Verschenken gestaltet. Und auch eine Schatzkiste der Hoffnung konnte jeder anfertigen und verzieren und aus einem Fundus an Bibelstellen diejenigen ausschneiden und hineinlegen, die ihn am meisten Hoffnung gaben.

Anhand des biblischen Gleichnisses vom Senfkorn wurde deutlich, das jeder etwas beitragen kann, dass Menschen Hoffnung schöpfen und das Reich Gottes wachsen kann. Alle Kinder und Jugendlichen durften dazu auch Senfkörner in kleine Töpfchen mit Erde säen und diese nach Hause nehmen, um sie dort zu hegen und beim Wachsen zu beobachten.

Die Kinder genossen freilich auch das Herumtollen und Fußballspielen auf dem Platz neben der Villa Belvedere. Alle eiferten bei verschiedenen Disziplinen der Olympischen Spiele immer wieder um die Wette. Natürlich durfte auch ein Ausflug nach Grado ans Meer nicht fehlen mit einem anschließenden gemeinsamen Besuch in einer Pizzeria in Arta. Am letzten Tag ging es noch hoch hinaus zur Kirche San Pietro hinauf.  Im ökumenischen Zentrum La Polse feierte der dortige Pfarrer Don Giordano mit den Teilnehmern einen sehr lebendigen Gottesdienst. Dabei stellten die Kinder in einem Spiel anhand der biblischen Geschichte vom barmherzigen Samariter noch einmal dar, wie Menschen einander Hoffnung nehmen und auch Hoffnung schenken können.

Alle freuten sich schließlich auf den Bunten Abend. Zur Bereicherung aller zeigten Kinder wie Erwachsene ihre Talente und trugen über Musik, Sketch, Tanz und Spiel etwas bei. Selbst das Küchenteam aus der Kolpingfamilie Waldram, bestehend aus Lothar und Roswitha Engel sowie Irene Gies, die die große Schar die Tage über bestens versorgt hatte, beeindruckte durch Tanz und Zaubertricks.

Am Abschlusstag ging es schließlich ans Putzen, um die Villa Belvedere für die nächsten Gäste sauber zu hinterlassen. Am Ende blieben viele schöne und tiefe Eindrücke und die Vorfreude auf das kommende Jahr.

Maria Thanbichler

Jugendfreizeit Arta Terme – 2. bis 9. August 2025

Sommerfreizeit in Arta Terme

Begeistert kehrten die 42 Teilnehmer von der Jugendfreizeit in der Villa Belvedere in Arta Terme nach Hause zurück. Der Kolpingbezirksverband Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach und der Arta Terme e.V. als Veranstalter hatten sie unter das Motto „Jetzt ist die Zeit“ gestellt. Gemäß diesem Motto, nach dem der Augenblick die wichtigste Zeit ist und jeder diesen gestalten kann, versuchten die Jugendlichen auch die Zeit in Arta für sich zu nutzen, zum einen, um neue Leute kennenzulernen und neue Impulse zu bekommen, zum anderen, um  sich in die Gestaltung dieser Tage einzubringen, vor allem aber, um diese Auszeit an diesem schönen Ort mit anderen Jugendlichen zusammen auch zu genießen.

Msgr. Walter Waldschütz spannte bei der heiligen Messe am Lagerfeuer, bei der die  Teilnehmer mit vollem Herzen dabei waren, zu Beginn der Freizeit den Rahmen hinsichtlich des Mottos auf.  Beim täglichen Morgen- und Abendlob brachten die Jugendlichen dann mit ihren Gruppenleitern jeweils einen weiteren Aspekt des Freizeitmottos für das alltägliche Leben ein. Beim Wüstentag und einer Rallye mit verschiedenen Aufgaben konnten sie sich in der je eigenen Gruppe näher kennen lernen.

 In den Neigungsgruppen durften sie je nach eigenem Interesse künstlerisch oder sportlich oder handwerklich tätig sein. So wurde z. B. das Motto der Freizeit auf einer Wand im Gemeinschaftsraum kreativ mit Farben verewigt. Auch wurden emsig Freundschaftsbänder geknüpft und Stofftaschen bemalt. Einige Musikbegeisterte studierten zusammen mit Maria Thanbichler das Mottolied der Freizeit ein. Wieder andere widmeten sich dem Sport und spielten Feder- und Volleyball oder Boccia. Eine Gruppe ersetzte unter der Leitung von Bezirksvorsitzenden und Hauptfreizeitleiter  Franz Späth mit viel Mühe und handwerklichem Geschick sogar eine marode Holzstufe am Pavillon hinter dem Haus durch einen neuen gepflasterten Aufgang. Die Freizeitsprecherinnen, die von den Teilnehmern – wie in der Politik – nach einer Wahlkampfrede demokratisch gewählt wurden, organisierten für alle noch einen romantischen Abend am Lagerfeuer mit Stockbrot und Gitarrenklängen. Alle genossen schließlich den Tag am Meer in Grado.

Höhepunkt der Woche war der Festabend mit den italienischen Gästen, bei dem u. a. der Bürgermeister samt seiner Stellvertreterin sowie der Altbürgermeister zugegen waren. Bürgermeister Faccin hieß alle in der Gemeinde von Arta Terme herzlich willkommen und drückte seine Freude darüber aus, das mit einer solchen Freizeit ganz viel Positives in die Gemeinde von Arta Terme hineingetragen werde.

Bei der heiligen Messe am letzten Abend am Lagerfeuer schaute Msgr. Walter Waldschütz mit allen dankbar auf die Freizeit mit ihrem Motto zurück. Herzlich gedankt und gratuliert wurde dabei nicht nur den Jugendlichen für ihre Teilnahme, sondern auch denen, die im Vorder- und Hintergrund zum Gelingen der Freizeit beigetragen haben: der psychologischen Begleitung Barbara Fussenegger für ihr offenes Ohr für Gruppenleiter und Teilnehmer, der technischen Leitung Gerhard Schaffer mit Peter Greiter, die Schäden am Haus reparierten und mit für Ordnung sorgten sowie Karin Wandinger, die neben dem Einkauf noch viele weitere Aufgaben erledigte, dem Koch Michael Wasensteiner, der mit den Teilnehmern immer wieder für ein köstliches Essen sorgte und natürlich der Freizeitleitung, bestehend aus Bezirksvorsitzendem und Hauptleiter Franz Späth, Bezirkspräses Msgr. Walter Waldschütz, Maria Thanbichler, Kristian Korell und Martin Rotter, die die Freizeit vorbereitet und zusammen mit den Gruppenleitern durchgeführt haben.

Am Ende waren sich alle einig, dass diese Tage in Arta Terme wieder sehr wertvoll für alle waren.

Maria Thanbichler

Bergmesse auf dem Wallberg am 13. Juli 2025

Mitte Juli fand bei schönstem Wetter neben dem Kirchlein auf den Wallberg wieder die Bergmesse des Kolping Bezirksverbandes Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach statt, die viele Kolpingmitglieder aus dem ganzen Bezirk und darüber hinaus mitfeierten. So säumten auch zahlreiche Kolpingbanner den Gottesdienstplatz.

Die Messe wurde musikalisch schönstens umrahmt von den Oberacher Sängern.

Unter dem Motto Pilger der Hoffnung wies Bezirkspräses Msgr. Walter Waldschütz während des Gottesdienstes immer wieder hin auf Zeichen der Hoffnung und Pilger der Hoffnung in den Reihen der Gottesdienstbesucher. Einige hatten auch Zeichen der Hoffnung mitgebracht und sie vorgestellt.

Zeichen und Pilger der Hoffnung sind auch die beiden Herren Louis-Ferdinand Warlimont (80 Jahre) aus Holzkirchen und Bruno Klein (60 Jahre) aus Dietramszell, die in diesem Gottesdienst für Ihren Freiwilligendienst als SESler (Senior Expert Service) nach Argentinien ausgesandt und dafür gesegnet wurden und das Missionskreuz umgehängt bekamen. In beeindruckenden Statements erzählten sie von ihrer Motivation für diesen Dienst. Beide möchten jetzt im Ruhestand ihre Zeit und ihre Fähigkeiten in den Dienst der Kinder und Jugendlichen im Kinderdorf stellen, die alle ein schwieriges Schicksal hinter sich haben. Sie wollen sich überall dort einbringen, wo sie gebraucht werden.

Wenn Menschen aus ihrem Glauben heraus sich vom Schicksal anderer berühren lassen und sich für sie einsetzen, nährt das nicht unser aller Hoffnung?

Maria Thanbichler

175 Jahre Verband – Köln – 2.-4. Mai 2025

„Schwarz – orange – bunt. Zusammen sind wir Kolping“

Unter diesem Motto hat das Kolpingwerk Deutschland am ersten Maiwochenende in Köln sein 175-jähriges Bestehen gefeiert.  1850 hat Adolph Kolping, der früher Schuhmacher, später dann Priester und sehr engagierter Sozialreformer war, den Verband in Köln gegründet. 175 Jahre Kolpingwerk – das bedeutet 175 Jahre Einsatz für soziale Gerechtigkeit, Bildung, Familien und die Förderung junger Menschen. Es bedeutet, dass es 175 Jahre lang schon diese starke Gemeinschaft gibt, die auf der Grundlage des christlichen Glaubens Orientierung gibt, Verantwortung übernimmt und den Zusammenhalt fördert, was auch heute in Zeiten gesellschaftlicher und kirchlicher Umbrüche nötig ist.

Ca. 7000 Kolpingmitglieder von Klein bis Groß waren aus ganz Deutschland angereist, um den 175. Geburtstag dieses katholischen Sozialverbandes zu feiern, unter ihnen auch viele aus den Kolpingfamilien des Kolping Bezirksverbands Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach. Schon am ersten Tag machten sich einige zusammen mit einem erfahrenen Kolpingkenner auf den Weg durch Köln und Elberfeld im nahen Wuppertal, um Spuren des Vereinsgründers Adolph Kolping zu erkunden. Sehr angetan waren alle dann von der Eröffnungsveranstaltung am Tanzbrunnen in Köln/Deutz, wo viele mit Kolping verbundene Gruppen auf einer Bühne aus den Bereichen Kleinkunst, Tanz und Musik etwas zum Besten gaben, ganz nach dem Motto „Schwarz-Orange-Bunt“. Mit dieser positiven Gestimmtheit verfolgten sie am nächsten Tag nach dem Morgenlob das interessante bunte Programm um aktuelle politische und gesellschaftliche Themen auf der Kolpingbühne, die vor der Minoritenkirche aufgebaut war, wo Adolph Kolping früher gewirkt hatte und auch begraben liegt. Vor allem waren sie überwältigt von den vielen Angeboten verschiedener Diözesan- und Bezirksverbände am Orange Table, einer aus fast 200 orangenen Tischen bestehenden Tischreihe durch die Kölner Fußgängerzone. Da konnte man einen guten Einblick dafür gewinnen, wofür Kolping steht. Da stellten manche soziale Projekte vor, die sie im Rahmen von Kolping umsetzen. Da wurde zu Workshops und Diskussionen eingeladen. Da konnte man sich auch bei verschiedenen Spielen und Rätseln ausprobieren. Den Höhepunkt des Wochenendes bildete schließlich der Festgottesdienst am Tanzbrunnen, bei dem Hunderte von Kolpingbannern das Festgelände am Tanzbrunnen säumten und zum festlichen Charakter beitrugen. Msgr. Christoph Huber, der Generalpräses des Kolpingwerkes, motivierte durch seine lockere und sympathische, aber trotzdem tiefgehende Predigt die Mitfeiernden zum Weitermachen, indem er darauf hinwies, dass auch Adolph Kolping klein angefangen hätte wie Jesus und daraus ein großes Werk entstanden sei. Er führte einige Beispiele an, die zeigen, wo auch heute Kolpingmitglieder Großes bewirken. Er erwähnte auch, dass er kurz auf der Party der Kolpingjugend in der Nacht zuvor gewesen sei, und äußerte sich überzeugt davon, dass diese Jugendlichen das 200-jährige Jubiläum ausrichten würden und es ebenso ein großer Erfolg werden würde.

Möge etwas vom Erlebten und den vielen Ideen und Impulsen dieses Festwochenendes in die Kolpingfamilien zu Hause hineinwirken und dort segensreich weiterwirken.

Maria Thanbichler