
Bei herrlichem Wetter und angenehmen Temperaturen konnten die Kolpingsfamilien aus dem Kolping-Bezirksverband Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach die Bezirksbergmesse auf dem Wallberg feiern. Bezirksehrenpräses Msgr. Walter Waldschütz, der den neuen Bezirkspräses P. Bimo Ari Wibowo vertrat, konnte dazu neben den Kolpingmitgliedern aus dem Bezirk auch eine große Schar von Kolpingmitgliedern aus Dingolfing begrüßen.
Umrahmt von der schönen Bergkulisse, eingerahmt von Kolpingbannern und den Liedern und Instrumentalstücken der Oberacher Sänger, aber vor allem durch die treffenden tiefgründigen, aber immer wieder auch humorvollen Worte von Msgr. Waldschütz war es ein Gottesdienst, der der Seele gut tat. Unter dem Motto „Tätige Liebe heilet alle Wunden, bloße Worte mehren nur den Schmerz“, einem Spruch von Adolph Kolping, lud Msgr. Waldschütz dazu ein, wie Adolph Kolping zu seiner Zeit im Anblick von Not anzupacken, wo man helfen kann.
Am Ende des Gottesdienstes wurde Paul Brauner, ehemaliger Bezirks- und Diözesanvorsitzender aus Wolfratshausen für seine langjährigen Dienste in diesen Funktionen von Msgr. Walter Waldschütz geehrt und ihm gedankt und ihm das Bezirksehrenzeichen überreicht. Auf Paul Brauner gehen Traditionen wie die Bezirksmaiandacht und die Bezirkswallfahrt sowie auch die Altpapier- und Gebrauchtkleidersammlung im Bezirk zurück. Auch war er Initiator der Kolpingfamilie Geretsried.
Ebenso wurden von Michael Wagner, Mitglied im Leitungsteam des Kolpingbezirksvorstands, an Msgr. Walter Waldschütz und Franz Späth aus Holzkirchen unter Beifall die jeweiligen Ernennungsurkunden zum Bezirksehrenpräses bzw. Bezirksehrenvorsitzendem vom Kolpingwerk in Köln überreicht. Msgr. Waldschütz war über 40 Jahre Bezirkspräses bis November 2025 und Franz Späth bis November letzten Jahres 20 Jahre Bezirksvorsitzender. Beiden gebührt für ihren langjährigen enormen und nachhaltigen Einsatz für den Bezirk ebenfalls heute noch großer Dank.
Mit der Einkehr im Panoramarestaurant klang das Beisammensein aus.
Maria Thanbichler




Dankesworte von Paul Brauner
Liebe Kolping-Bezirksvorstandschaft,
herzlichen Dank, dass Ihr beschlossen habt, mir das Kolping-Bezirksehrenzeichen zu verleihen. Das ist eine große Auszeichnung für mich.
Eine besondere Ehre war für mich auch, dass Bezirksehrenpräses Monsignore Walter Waldschütz, mit dem mich eine über 50jährige Freundschaft verbindet, mir diese Urkunde überreicht hat. Seine sehr wohlwollenden und wertschätzenden Worte haben mich sehr berührt.
Ich bin zwar seit über 65 Jahren Kolpingmitglied (die Jungkolpingzeit nicht mit eingerechnet), aber vielleicht kennen mich einige von Euch noch gar nicht, darum möchte ich auf meine „Bezirkszeit“ mit ein paar Zeilen zurückblicken.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine ehrenamtliche Arbeit im Kolping-Bezirksverband, der damals „Isarwinkel“ hieß, begonnen hat.
Ich war gerade zum Senior der Kolpingsfamilie Wolfratshausen gewählt geworden, als 1967 die Einladung zur Bezirksversammlung mit Neuwahlen kam. Ganz unbedarft bin ich nach Holzkirchen gefahren und kam mit dem Posten des Bezirksseniors und zugleich mit dem Posten des Bezirkskassiers wieder heim. Die ganzen Unterlagen habe ich auch gleich mitbekommen: Einen Leitzordner und eine Zigarrenschachtel mit einem Vokabelheft zur Kassenführung mit ca. 150 DM Bargeld.
Der Bezirksverband hatte damals wohl ein kleines Tief und so machte ich mich mit dem neu gewählten Team an die Arbeit. Wir haben mächtig gewerkelt und eine Unmenge von Veranstaltungen durchgeführt. Bildungsveranstaltungen, politische Veranstaltungen, Sportveranstaltungen und sogar eine Informationsfahrt nach Bonn, der damaligen Bundeshauptstadt haben wir organisiert. Es wurden auch christliche Traditionen geschaffen, wie die Bezirksmaiandacht und die Bezirkswallfahrt, die heute noch zum festen Bestandteil des Kolpingprogramms zählen.
Nach 9 Jahren, im Jahr 1976, wurde ich zum Diözesanvorsitzenden gewählt und konnte ich einen wohl bestellten Bezirksverband übergeben – an Walter Waldschütz.
Da fällt mir ein Zitat von Adolph Kolping ein:
Anfangen ist oft das Schwerste – Treu bleiben das Beste,
denn nach meinem Ausscheiden aus der Bezirksvorstandschaft ging es unter seiner Führung optimal weiter bis heute. Neue Aktionen wurden ins Leben gerufen. Dafür gebührt ihm und allen nachfolgenden Vorstandschaften großer Dank!
Während dieser Bezirks-Zeit haben wir geheiratet, meine Maria ist auch schon über 50 Jahre Kolpingmitglied, wir sind nach Geretsried gezogen, der damals schon größten Stadt im Bezirksverband. Zu meinem Erschrecken gab es dort zwar 2 Pfarreien, aber keine Jugend- und Erwachsenenarbeit. Da musste ich mich natürlich dran machen, das zu ändern. Ich schrieb alle Jugendlichen aus Geretsried zu Informationsabenden unter dem Motto „Zeit der jungen Liebe“ an. Wir luden sehr bekannte Persönlichkeiten als Zugpferde an. Die Rennfahrerlegende Hans Stuck, Filmschauspielerin Marianne Koch, den Olympiateilnehmer im Weitsprung Baumann. Das war eine sehr mühsame Zeit bis zur Gründung im Jahr 1972.
Da fällt mir wieder das Zitat von Adolph Kolping ein:
Anfangen ist oft das Schwerste – Treu bleiben das Beste,
denn das Pflänzchen Kolping Geretsried ging nicht ein, es wuchs und gedeihte und ich freue mich immer wahnsinnig, wenn ich von den vielen Aktionen und dem regen Vereinsleben der KF Geretsried in den Medien lese.
In dieser Zeit, ich war damals auch stv. Diözesanvorsitzender, führte das Kolpingwerk, Diözesanverband München-Freising erstmals eine Altpapier- und Gebrauchtkleidersammlung durch, an der sich natürlich auch unser Bezirksverband erfolgreich beteiligte. Mir war es als Bezirksvorsitzender ein Anliegen, diese Aktion weiterzuführen und das haben meine Nachfolger auch gemacht.
Und wieder fällt mir ein Zitat von Adolph Kolping ein:
Anfangen ist oft das Schwerste – Treu bleiben das Beste,
denn bis heute hat der Kolping-Bezirksverband durch diese Aktion mehr als 2 Millionen Euro Sammlungserlös erzielt, der für die Mission und soziale Zwecke vor Ort verwendet wurde.
Ja: Anfangen ist oft das Schwerste – Treu bleiben das Beste.
Treu bleiben ist das Beste! Das wünsche ich mir und Euch! Bleibt dem Kolpingwerk und den Zielsetzungen Adolph Kolping treu! Engagiert Euch weiter so für unseren Bezirksverband und gestaltet das Leben in Euren Kolpingsfamilien mit, jeder nach seinem Leistungsvermögen.
Nochmals „Vielen Dank“ und
Treu Kolping!
Paul
