Am Sonntag, 2. September 2018 um 7.00 Uhr starten 51 Pilger mit dem Bus von Tegernsee in Richtung Assisi. In Glashütte werden noch 2 Mitpilger aufgenommen. Msgr. Walter Waldschütz und Pastoralreferentin Maria Thanbichler haben zusammen mit dem Verwaltungsleiter des Pfarrverbandes, Herrn Berthold Späth, ein Pilgerheft mit dem Titel „UBI DEUS – IBI PAX“ (Wo Gott ist, da ist Friede) vorbereitet, welches uns auf der Reise begleitet. Ausgestattet mit dem Reisesegen geht es zum Achensee und über Innsbruck in Richtung Brenner.

Der Anreisetag steht unter dem Motto „Aufbrechen – Loslassen“. Während wir vorbei an Bozen, Trient, Verona, Modena, Bologna und Florenz fahren, werden wir auf die Geschichte des Hl. Franz von Assisi eingestimmt. Auch die heilige Klara wird uns immer wieder begegnen. Im Bus sehen wir einen Spielfilm, der uns die Lebensgeschichte dieses Heiligen erzählt. Wir passieren Arezzo und fahren in Richtung Siena. Am Abend erreichen wir mit Verspätung, aber wohlbehalten, das Pilgerhotel Domus Pacis in Santa Maria degli Angeli. Dort werden wir bereits von Berthold Späth erwartet, der mit seiner Familie im Nachtzug angereist ist.

Jeden Tag gibt es ein Motto, welches uns begleitet, während wir auf den Spuren des Heiligen Franziskus und der Heiligen Klara Assisi und Umgebung erkunden. Angefangen in der Portiunkula. In dieser Kapelle hörte Franziskus die Aussendungsrede und dorthin kam er auch zum Sterben zurück. Wir dürfen hier Frater Andreas treffen und erfahren, was es mit einem Menschen macht, wenn er seiner Berufung folgt! Ganz lebendig und voll tiefer Freude erzählt er uns von seiner Lebensgemeinschaft! Nach dem Mittagessen geht es für die Einen zu Fuß, für die Anderen mit dem Bus nach San Damiano. Franziskus hörte hier die Stimme Christi, die ihn aufforderte, sein verfallendes Haus wieder her zu stellen. Mit diesem Anruf begann der Bekehrungsweg des Suchenden.

Beim Stadtrundgang durch Assisi, geht es nach dem Morgenlob in San Rufino zur Chiesa Nuova, der Piazza del Comune, auch Santa Maria Maggiore, Santo Stefano und Santa Chiara stehen auf dem Programm. Angefangen mit dem Prozess, den der Vater gegen seinen Sohn führte und dieser sich dann mit der Rückgabe seiner Kleider vom Vater lossagte, begleiten wir Franziskus auf seinem Weg. Es wird spürbar, dass er sich mit jedem Ereignis sicherer wird, seinen Weg gefunden zu haben: Ein Leben in Armut, mit bedingungslosem Vertrauen auf den himmlischen Vater. In der Carceri, einer Einsiedelei oberhalb von Assisi, feiern wir im Regen die Heilige Messe.

Im Rietital, in Greccio, wurde von Franziskus zu allerersten Mal ein Krippenspiel mit lebenden Personen dargestellt. Diese „neue Weise“, die Weihnachtsbotschaft zu verkünden, berührte und berührt die Menschen bis in unsere Tage. In der Grotte mit der Wandmalerei der „stillenden Madonna“, feiern wir eine Marienandacht. Ebenso beeindruckend ist der Besuch in Fonte Colombo, einer Einsiedelei. Hier soll Franziskus seine Ordensregel geschrieben haben, die er, in einer Felsspalte sitzend direkt von Gott empfangen hat. Hier feiern wir Gottesdienst. Der Abschluss des Tages im Rietital ist ein Besuch in La Foresta. Dort lebt der Geist Franziskus´ weiter in einer Initiative, die sich um Menschen jeden Geschlechts und jeden Alters mit Problemen kümmert.

Als Höhepunkt der Wallfahrt dürfen wir uns von Frater Thomas durch die Grabeskirche San Francesco in Assisi führen lassen. Mit einem Abschlussgottesdienst beenden wir eine eindrucksvolle Reise auf den Spuren des Heiligen Franziskus und der Heiligen Klara. Am Samstag reisen wir mit dem Thema „Ausblick – Neubeginn“ zurück. Für mich kann ich sagen: „Ich habe mich auf dieser Reise selbst besucht und ich war sogar zu Hause!“

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle, die bei der Vorbereitung und auch auf der Reise so gut für uns gesorgt haben!

Elisabeth Aust und Brigitte Oberwieser, KF Tegernseer Tal

Fotos: Josef Oberwieser


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